Berufsverband der Ärzte und Psychologischen Psychotherapeuten in der Schmerz- und Palliativmedizin in Deutschland - BVSD e. V.
Der über seine Landesverbände bundesweit organisierte BVSD vertritt die berufspolitischen Interessen aller schmerztherapeutisch und in der Palliativmedizin tätigen Ärzte und Psychologischen Psychotherapeuten und setzt sich für die weitere qualitative und strukturelle Entwicklung der Allgemeinen und Speziellen Schmerztherapie und der Palliativmedizin ein. Schwerpunkte der Verbandsarbeit liegen in der Vertragsentwicklung und im Kooperationsmanagement sowie in der Qualitätssicherung und im -management.
Aktuelles
Gemeinsame Presseerklärung: Fachgesellschaften und Verbände in der Schmerzmedizin begrüßen Aufnahme der chronischen Schmerzkrankheit in den Morbi-RSA
Berlin, 13. März 2012 – Das Bundesversicherungsamt (BVA) hat die im morbiditätsorientierten Risikostrukturausgleich (Morbi-RSA) zu berücksichtigenden Krankheiten neu festgelegt. Die chronische Schmerzkrankheit wurde nach jahrelanger Forderung der Fachgesellschaften und Verbände in der Schmerzmedizin nun in den zukünftigen Katalog der zuschlagsrelevanten 80 Diagnosegruppen des Morbi-RSA aufgenommen.
Der Berufsverband der Ärzte und Psychologischen Psychotherapeuten in der Schmerz- und Palliativmedizin in Deutschland e.V. (BVSD), die Deutsche Gesellschaft für Schmerztherapie e.V. (DGS), die Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Schmerztherapie e.V. (DIVS), die Deutsche Schmerzgesellschaft e.V. und die Deutsche Schmerzliga e.V. begrüßten diesen Schritt in einer gemeinsamen Presseerklärung. Damit sei man einer risikogerechten Steuerung der Finanzmittel des Gesundheitsfonds über den Morbi-RSA ein „gutes Stück näher gekommen“. Gerade in Hinblick auf die manifesten und irreversibel chronischen Schmerzpatienten bedeute die aktuelle Entscheidung des BVA einen „wichtigen Schritt in die richtige Richtung“. Bislang seien diese Patienten häufig aufgrund mangelhafter Strukturen durch das Versorgungsraster des Versicherungssystems der Gesetzlichen Krankenversicherung gefallen. Die Fachgesellschaften und Verbände in der Schmerzmedizin sehen nun die Krankenkassen in der Verantwortung die bislang in weiten Teilen Deutschlands von Unterversorgung gekennzeichnete schmerztherapeutische Versorgung schnell zu verbessern. Vor allem die Einführung präventiver Maßnahmen und innovativer Behandlungsprogramme zur Verhinderung einer Schmerzchronifizierung von Risikopatienten müssten nun deutlich und zeitnah vorangetrieben werden.
Gemeinsame Presseerklärung: Aktiv gegen Rückenschmerzen - Individuelles Versorgungsangebot von KKH-Allianz und BVSD soll Rückenschmerzen schnell lindern und dauerhaft vermeiden
Hannover/Berlin, 29. November 2011 – Rückenschmerzen stellen die häufigste Form chronischer Schmerzen dar und führen häufig zu einer erheblichen Beeinträchtigung der Lebensqualität. Bei der KKH-Allianz sind Muskel- und Skeletterkrankungen, darunter vorwiegend Rückenschmerzen, Ursache Nummer 1 für eine Arbeitsunfähigkeit im ersten Halbjahr 2011. Auch die Anzahl der Versicherten, die aufgrund einer Rückenerkrankung operiert wurden, zeigt bundesweit ein drastisches Plus: So stieg die Zahl von Operationen am Rückenmark zwischen 2006 und 2010 um 61 Prozent, von OPs an der Wirbelsäule um 53 Prozent. Die Kosten, die durch Rückenleiden entstehen, belaufen sich nach Angaben der Gesundheitsberichterstattung des Bundes jährlich auf ca. 8,9 Mrd. Euro. In diesen Zahlen sind die volkswirtschaftlichen Kosten aufgrund von Arbeitsunfähigkeit und Frühberentung noch gar nicht enthalten, die zusätzlich bis zu 7,1 Mrd. Euro an jährlichen Kosten verursachen. Insgesamt ergeben sich bis zu 16 Mrd. Euro, die allein aufgrund von Rückenschmerz die Gesellschaft in Deutschland belasten.
Das neue Behandlungsprogramm RückenPlus soll Patienten mit Rückenleiden in Bonn, Duisburg, Leipzig, München und Saarbrücken ab sofort noch besser versorgen. Angeboten wird es von der KKH-Allianz und dem Berufsverband der Ärzte und Psychologischen Psychotherapeuten in der Schmerz- und Palliativmedizin in Deutschland (BVSD), die einen Vertrag zur integrierten Versorgung (IV) abgeschlossen haben. Nach einer Pilotphase ist geplant, das Programm auf weitere Regionen auszudehnen.
Jetzt anmelden! 3. BVSD-Kongress SPAS 2012 am 15./16. Juni 2012 in Berlin
Vom 15.-16. Juni 2012 veranstaltet der Berufsverband der Ärzte und Psychologischen Psychotherapeuten in der Schmerz- und Palliativmedizin in Deutschland e.V. (BVSD) in Berlin seinen dritten berufspolitischen BVSD-Kongress SPAS 2012: Schmerz- und Palliativmedizin - Politik - Abrechnung - Strategie.